Trainings-Tagebuch von Kayla

  • :D


    Dass Lotta nicht Christa ist, war mir auch klar ... ;)


    Aber man könnte ja, wenn man nen Goldesel findet, das eine tun und muss das andere nicht lassen ...

    liebe Grüße
    Jana mit Lipizzaner Kolja und Eleve Souri :)


    "one man's craziness is another person's reality."
    (Tim Burton)

  • Eine weitere Übung an der wir gerade arbeiten, ist die Geruchsidentifikation.


    Da ich Kayla sehr viel das Apportieren verschiedenster Gegenstände bestätigt habe, hatte ich das Problem, dass sie auch die Hölzchen als Apportel sah und statt zu riechen gleich in den Apportiermodus kam. (Sie hat immer Sachen geklaut und kaputt gemacht. Damit das nicht passiert habe ich sie zum Apportieren dieser Sachen umgestimmt und kräftig bestätigt.)


    Nun machen wir eine Art Vorübung. Es liegen ganz viele große leckere Leckerlies zwischen einer Vielzahl neutraler Hölzchen (keines der Hölzchen riecht schon nach mir).
    Ich schicke Kayla los und sie soll sich diese Leckerchen holen und dabei die Hölzchen komplett ignorieren.
    Sie lernt also erst einmal in eine Art Nasenarbeit zu kommen und dabei die Hölzchen als nicht interessant abzutun.


    Auf dem Video seht ihr unseren ersten Versuch: http://www.youtube.com/watch?v=odqeijJjc6o


    Übrigens mache ich mit Arik das Gleiche, da auch er in letzter Zeit mehr in den Apportiermodus kam. Mal sehen ob es jetzt wieder besser wird.

    Nici mit Arik von der Silberstadt (Hovi) und mit Kayla (Quite of a bit of groovy magic from carolyns home - Border Collie)

  • Genau darum, um die Versuchung, zu apportieren, zu minimieren, wählt Nici die Methode mit Lecker zwischen den Hölzchen. Viele Wege fuehren nach Rom, klar geht das auch anders - aber ich habe die Leckermethode - die den Hund eben wirklich in den Suchmodus bringt - bei zwei Hunden benutzt, und ich möchte behaupten, mit extrem gutem Erfolg.

    Viele Gruesse aus dem hohen Norden von Susanne mit den Hovis Bilbo & Maya und der geliebten Edda fuer immer im Herzen. <3


  • Super! Kommt mir irgendwie bekannt vor ... 8) :D


    Ja und es klappt super, vor allem weil Kayla dabei wirklich sehr ruhig bleibt bzw. sich herunterfährt. Was bei meinem ersten Versuchen (siehe unten) eher nach hinten losging.


    [quote='Coco&amp;','index.php?page=Thread&postID=14232#post14232']Deshalb besser erst die Identifikation des richtigen Holzes lehren ohne Möglichkeit des Bringens. D.h. Hölzer in Rohre, unter Blumentöpfe oder so, Hauptsache er kann sie nur riechen, aber er kann sie nicht berühren. So kannst du das richtige Identifizieren und Verweisen, z.B. Stehenbleiben vor dem richtigen Rohr markieren und bestätigen.[/qoue]


    Diese Idee war mir schon bekannt und ich habe Sie auch versucht umzusetzen mithilfe eines Ständers, indem 6 Bockwurstgläser standen, in denen sich wiederum die Hölzchen befanden. Nun habe ich aber einen Hund, der sehr viel mit der Pfote arbeitet (ähnlich wie eine Katze) und ständig bemüht war die Gläser umzuwerfen bzw. die Hölzchen herauszufischen. Dabei hat sie sich soweit erregt, dass an einer ruhigen und konzentrierten Nasenarbeit nicht zu denken war.
    Da ist mir diese Methode doch lieber.

    Nici mit Arik von der Silberstadt (Hovi) und mit Kayla (Quite of a bit of groovy magic from carolyns home - Border Collie)

  • Danke dir Susanne!


    So schnell war ich jetzt nicht mit antworten und das mit dem Zitieren klappt irgendwie auch nicht so recht.


    Was ich bei dieser Methode echt gut finde, ist das klare Aufteilen der Aufgabe und das eben der Fokus nicht auf das Hölzchen an sich gelegt wird, sondern eben auf die Nasenarbeit. Bei den Versteck-Ansatz der Hölzchen sind mir auch zu viele zusätzliche Hilfsmittel dabei (Blumentopf, Rohre usw.). Wenn diese dann weggenommen werden, ist das optische Bild für den Hund wieder ein neues und er verknüpft dieses neue Bild auch wieder anders. Wenn der Hund später dann doch in den Apportiermodus verfällt, dann kann ich schwer wieder einen Schritt zurückgehen.

    Nici mit Arik von der Silberstadt (Hovi) und mit Kayla (Quite of a bit of groovy magic from carolyns home - Border Collie)

  • Und natürlich auch durch das sofortige Bestätigen, wenn er das richtige Rohr anläuft, bevor er anfängt mit den Pfoten zu arbeiten. Das geht am besten mit Clicker.


    Hier war und ist mein Timing echt mies. Ich bin von der Schnelligkeit eines Borders immer noch überrascht. (Ja ich weiß, ich bin selbst Schuld. Ich wollte ja solch ein Hund :whistling: )
    Natürlich weiß ich nicht, ob diese Methode wirklich die Beste für meinen Hund ist (habe ja zum Glück keine Kristallkugel), aber bisher bin ich ganz zufrieden damit.
    Ich werde euch auf jeden Fall auf den Laufenden halten, was die Entwicklung angeht.


    Danke dir erst einmal für deine Meinung dazu, Corinna.
    Ich denke kritische Anmerkungen können auch sehr hilfreich sein, wenn man zu sehr von einer Methode überzeugt ist und nur das Positive sehen will.

    Nici mit Arik von der Silberstadt (Hovi) und mit Kayla (Quite of a bit of groovy magic from carolyns home - Border Collie)

  • Annouk hatte ich damals, als sie eigentlich schon grob wußte, das sie das nach mir riechende bringen soll, aber bei den Hölzchen immer mal in Apportiermodus fiel (mit Tannenzapfen klappte es dagegen zuverlässig) auch mit Leckerlies in Suchmodus gebracht. Wir hatten allerdings schon immer noch ein richtiges Holz dabei, das sie am Ende gebracht hat. So konsequent nur fressen - auf die Idee wäre ich gar nicht gekommen :D


    Arik hat das Futter aber sehr konsequent in der Nase. Er ignoriert die Hölzer ja echt und ist sehr gierig aufs Futter, find ich. Ich glaub bei ihm wären mir die Gedanken zu sehr am Futter und die Hölzer zu sehr ignoriert, um das sehr oft so zu machen. Und ich würd bei ihm wahrscheinlich zusätzlich auch was Verweistechnisches (nur Stehen, nicht Liegen) mit Eigengeruch machen :?: Aber ich weiß natürlich nicht, wie krass er apportiert und wie gut er eigentlich das Auswählen des Eigengeruchs kennt, wenn er mit Nase statt Augen auf die Hölzer zu geht. ;) Zum Verweisen hatte ich mal auf YouTube eine Streichholzanzeige gefunden (das erste Video dazu http://youtu.be/pwPvUpPJAwo). Bisher noch nicht selber in Angriff genommen, aber ich hab es vor (d.h. ich hab mir schon mal ne Packung Zahnstocher gekauft, da muß ich das Schwefelteil nicht abknapsen). Ich denke so kann man den Hund ganz gut "gierig auf den richtigen Geruch" machen.


    Kayla geht auch beim Futter z.T. ganz schön auf Sicht, oder? Aber das Lernen, Hölzchen die man sieht liegen zu lassen, ist bei ihr dabei evtl. dann effektiver als bei Arik :?:


    Sind so meine Beobachtungen und Ideen dazu (ohne großen Erfahrungsschatz an ausgebildeten Hunden ;) ). Bin gespannt auf die weitere Entwicklung.

  • Da ich ahne /weiss, wo Nicis Ansatz herkommt, würde ich am ehesten empfehlen, das Ganze nach Plan aufzubauen, und nicht schon nach dem allerersten Schritt alles andesrs zu machen. Das Futtern ist nur eine Phase am Anfang. Monika, es ist Sinn dieses Aufbaus, dass der Hund anfänglich die Hölzer ignoriert. Es liegt ja gar kein Holz dort, was riecht. Das Ganze dauert etwas, hat aber, konsequent und mit Geduld durchgeführt, nach meinen Erfahrungen extrem sichere Hunde als Ergebnis.


    Natürlich funktionieren diverse andere Methoden ebenso gut, für manche besser, für andere weniger gut. Was nach meiner Erfahrung jedoch gerne mal nach hinten losgeht ist das hin und her wechseln zwischen verschiedenen Ansätzen während der Aufbauphase.

    Viele Gruesse aus dem hohen Norden von Susanne mit den Hovis Bilbo & Maya und der geliebten Edda fuer immer im Herzen. <3

  • Ok, ich bin wohl zu ungeduldig. :D Eigentlich weiß ich ja noch gar nicht wie der weitere Plan mit Eigengeruch sein wird. Noch sind wir ja erst beim Durchbrechen des reinen Apportierens. :) Und wie gesagt, genau dazu hatte ich auch bei Annouk Erfolg sie mit Futter in Suchmodus zu bringen.


    Also bitte schön weiter das Tagebuch füllen ;)

  • Es ist wirklich interessant zu lesen wie du das aufbaust :)
    Ich habe mich auch schon gefragt, wie ich das den aufbauen kann und habe wirklich Null plan davon.
    Daher würde auch ich mich sehr darüber freuen, wenn du weiterhin berichten würdest :)

  • Liebe Gemeinschaft, ich brauche eure Hilfe!
    Da ich ja stets alleine trainiere, ist es für mich sehr schwer mit Kalya an der GS und Fußarbeit zu arbeiten. Zu Hause kann ich nur im Flur mit einem Spiegel trainieren und da klappt es auch wirklich gut. Nun will ich diese Ergebnisse auch draußen umsetzen bzw. erreichen, aber da sehe ich mich ja nicht bzw. habe kaum Möglichkeiten die korrekte GS ohne direktes Anschauen zu kontrollieren. Außerdem habe ich das Problem, dass Kayla immer noch sehr gerne in die GS springt. Dies versuche ich nun herauszuarbeiten, indem ich Kayla von hinten-seitwärts heranrufe. Leider tippt sie dann öfters an meine linke Hand mit ihrer Schnauze.
    Nun bitte ich euch, unser Trainingsvideo dazu anzuschauen und eure Meinung dazu zu äußern. Kann ich die GS so lassen?
    Danke euch dafür!
    http://youtu.be/rnFfGPYFuv8[Blockierte Grafik: http://youtu.be/rnFfGPYFuv8]

    Nici mit Arik von der Silberstadt (Hovi) und mit Kayla (Quite of a bit of groovy magic from carolyns home - Border Collie)

  • Zur GS kann ich irgendwie nix sagen. Hatte selber letztens die Chance mit ein paar Leuten zu trainieren und dabei kam es dann zu einem GS und Betasten Training, weil sich alle wegen Ronjas Plüsch nicht sicher waren, wann es richtig ist. Nun hat Kayla nicht den Plüsch, aber trotzdem... ;):whistling:


    Aber gegen Handanschubsen: Hand flach auf den Oberschenkel legen.


    Und zum Sehen draußen: wenn es so schön sonnig ist, kann man bis zu einem gewissen Grad am Schatten ganz gut was erkennen. Man ist dann halt nur ziemlich richtungsgebunden ;)

  • Du musst aufpassen, dass Du den Hund nicht für die Korrektur bzw. die zweite Version der GS belohnst, insbesondere wenn er dann in der zweiten Position hinten schief sitzt (zum HF gedreht). Z.B. sec 16 inkl. Deiner Belohnung, sec 31 (sieht so aus, als wenn Du nochmal den Oberkörper bzw. Schulter gedreht hättest), sec 46.
    1.03sec passt gleich in der ersten Version nicht.
    1.09sec sieht von vorne auch nicht perfekt aus, müsste man genauer von hinten ansehen, wirkt auch als wenn der Hintern schief zum HF gedreht ist, 1:16sec ist dann noch schlimmer und wird bestätigt, 1:21sec erneut schlimmer...ihr werdet in der Sequenz von GS zu GS "falscher".


    Ich weiss jetzt nicht, wie das zusammengeschnitten wurde. Aber mir kommt es so vor, als wenn der Hund an sich die GS gut kennt und auch schon sehr gut macht - aber entweder langweilt er sich, oder meint er müsse es immer besser machen (und macht es dann immer falscher) - insbesondere weil Du auch einige Male falsch bestätigst.
    Bin mir nicht sicher, ob es hilfreich ist in dieser Masse GS zu trainieren - oder ob nur der Zusammenschnitt es so wirken lässt. Ich würde immer auch andere Sachen dazwischeüben, damit der Hund auch nicht hochdreht, es gibt viele Hunde die sich dadurch puschen und aus dem Eifer immer mehr falsch machen.
    An sich schöne Arbeit, aber manchmal ins Falsche korrigiert und bestätigt....


    VG
    juschka

  • Das mit dem Belohnen ist ja mein Problem, da ich sie nicht genau sehe. Ich weiß, dass ich dann ja auch eigentlich nicht bestätigen sollte. :whistling: Aber ich habe halt niemand, der das übernehmen könnte.
    In dieser Trainingseinheit habe ich sie ja auch erst einmal bestätigt, wenn sie mich nicht angesprungen oder angetippt hat.
    Und ich habe versucht ein wenig nach der Vorderhand zu schielen, aber die Hinterhand sehe ich halt nicht ohne mich zu ihr hinzudrehen. Ich habe nun schon auf den Videos gesehen, dass sie sehr oft die Hinterhand zu sehr eingedreht hat. Aber das war bisher gar nicht meine Prämisse, sondern das Ein-und Anspringen bzw. Antippen der linken Hand.
    Oje, immer diese Fehler, die man selbst macht.
    Danke für deine Einschätzung!

    Nici mit Arik von der Silberstadt (Hovi) und mit Kayla (Quite of a bit of groovy magic from carolyns home - Border Collie)

  • Ich glaube, dass Du ganz viel vorm Spiegel üben musst, um quasi zu lernen "wie es von vorne von Dir aus richtig aussieht", wenn der Hund komplett korrekt ist. Dann geht der Rest oft leider "nach Gefühl". Wenn vorne das Bild dann passt, dann ist es hinten eigentlich auch immer o.k.
    Das Anspringen in die Grundstellung sehe ich nicht so schlimm, nicht weil es o.k. wäre, sondern weil doch der Hund später aus anderen Aufgaben in di Grundstellung kommt. Jetzt ist hier auf die geringe Distanz ja kein Speed mit dabei und so wie ich es kenne, geht oft bei Tempo nach vorne der Hochtrieb mit dem Einspringen verloren. Ich würde mir noch kein zu grosse Sorgen machen. Dass Dein Hand nicht im Weg ist, ist Deine Aufgabe....dann ist das Problem auch gelöst.


    vg
    juschka

  • Leider zeigt Kayla gerade bei weiten Strecken, z.B. beim Abrufen, extrem das Anspringen. Deshalb habe ich ja vor, ihr erst auf geringer Distanz klar zu machen, dass dies nicht gewollt ist, um dann die Distanz zu erhöhen.

    Nici mit Arik von der Silberstadt (Hovi) und mit Kayla (Quite of a bit of groovy magic from carolyns home - Border Collie)

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