Beiträge von brukshoffe

    Ich lese solche Berichte immer gerne! Vielen Dank dafür, es war interessant, und die Prüfungen sind ja richtig gut gelaufen. :thumbsup: Herzlichen Glückwunsch! :thumbsup:


    Was das Schnüffeln angeht vorm Abrufen, teste vielleicht mal folgendes. Lege sie ins Platz, Lob/Party. Also sofort. Dann wieder aufstellen, Hund ins Platz, Du gehst 1-2 Schritte, mit Spiegel (!) oder Mithelfer, guckt sie da noch auf Deinen Rücken, Lob/Party. Und so weiter, der Hund bekommt quasi die Aufgabe vermittelt, während Du weggehst, auf Deinen Rücken zu schauen. Das vermittelst Du, indem Du mal nach 1 m, mal nach 2 - 5 - 8 -3 - 7 - 10 - 4 - 14 m heftig belohnst. Dauert evtl. etwas, und muss man auch später immer mal wiederholen, aber es ist langfristig viel effektiver, dem Hund eine Aufgabe zu vermitteln (während Du Dich entfernst), als ihm etwas zu verbieten.

    <p>Was mir zur Position jetzt noch einf&auml;llt, ich arbeite ja anfangs g&auml;nzlich so, dass ich den Hund hinsetze, und mich dann korrekt danebenstelle. Dann wird einfach nur hochgucken geclickert, ohne Kommando anfangs, so dass der Hund lernt, l&auml;nger und l&auml;nger konzentriert zu gucken, bevor er best&auml;tigt wird. Er lernt dabei automatisch mit, wie Du ausschaust, also aus seiner Perspektive, wenn es &quot;Fuss&quot; heisst. Dabei muesstest Du schauen k&ouml;nnen, ob es fuer sie funktioniert, Dich anzuschauen, ich denke viele Hunde wollen gerne ins Gesicht/die Augen schauen, und bei kleinen Hunden geht das nur, wenn sie etwas nach aussen wegdrehen. Daher die Idee, ihr was anderes als Blicktarget beizubringen, Deine Hand, Dein Knie - keine Ahnung. Aber wenn Du sie hinsetzt und Dich danebenstellst kannst Du besser steuern, wie Ihr zueinander seid, als wenn sie in die GS gefuehrt wird und dann rausdrehen will, um Dich zu sehen. Denke ich. *gruebel*</p>

    Sicher kann man auch bei einer schiefen GS später "nachfeilen". Allerdings kommt eine GS viel häufiger vor als viele andere Teile, insofern hat der Hund schnell ein festes Bild, wie die aussieht. Ich verstehe auch nicht ganz, was Du mit variabel meinst? Ich denke, unsere Hunde lernen aus dem, was geschieht. Egal ob wir denken, etwas sei noch nicht fertig geübt. Ich würde vermuten, dass Ronja meint, die GS gehört so (schief), wie sie sie ausführt. Sie kann ja nicht wissen, dass Ihr Deiner Meinung nach noch weiter an der GS üben/feilen wollte. ^^
    Ich persönlich kalkuliere nirgends bewusst 'nachfeilen' mit ein, sondern versuche wirklich alle Teile so zu trainieren, wie ich sie haben will, erst dann wird zusammengesetzt. Dann treten noch genügend Baustellen auf ... ;(

    Schön!


    Zwei Gedanken:


    Ich wuerde mich nach dem Ankommen in der GS noch aufrichten, und warten, bis der Hund hochguckt. Denn die GS gehört ja zur Fussarbeit und bedeutet fuer mich, dass sie fuer den Hund erst "fertig" ist, wenn er im "Fuss" sitzt und mich anschaut. "Mich" = den Punkt, den Du ihm beibringst, das kann/wird bei einem kleinen Hund ja was anderes als Augenkontakt sein.


    Und ich wuerde jetzt sofort anfangen, das Lecker abzubauen. Wenn ich das richtig sehe/interpretiere, hast Du in der linken Hand ein Lecker, an dem Du ihn fuehrst? Was er momentan macht, ist also im Grunde nix anderes als einem Lecker hinterherlaufen. Ein Vorschlag: nimm ein zweites Lecker in die rechte Hand, fuehre mit der linken (die auch - noch - ein Lecker hält) aber bestätige aus der rechten Hand. Als nächsten Schritt hast Du kein Lecker mehr links, sondern die linke Hand fuehrt, quasi als Handtarget. Lecker kommt aus der rechten Hand. Um den Hund nicht nach rechts zu "ziehen" beim Bestätigen (was durch Erwartungshaltung beim Hund, dass was Gutes von rechts kommen wird, zu schiefem Sitzen und später Gehen beitragen könnte) kannst Du das Lecker einfach auf der rechten Hand an Dir und dem Hund vorbei nach links werfen, Hundi geht nach links und holt es sich.
    Wenn das klappt, mit Handtarget, baust Du auch die Hilfe mehr und mehr ab. Also z.B. dockt Dein Hund nicht mehr an der Hand an, sondern Deine Hand beschreibt noch den Bogen, den er hinter Dir machen soll, um in die GS zu kommen, aber ohne dass Ihr direkten Kontakt habt. Der gezeigte Bogen wird immer weniger, bis Du nur noch eine kleine Kreisbewegung mit Deinen Fingern andeuten musst, und Dein Hund weiss, was erwartet wird. Schlussendlich kann er dann rein auf Hörzeichen hin (das natuerlich fruehzeitig eingefuehrt wurde) die GS korrekt einnehmen.


    Wenn er einen Fehler macht, Du nicht 100% zufrieden bist, wuerde ich auf keinen Fall belohnen, sondern es im nächsten Versuch nochmal leichter machen, und dann aber weiter avancieren, und ihn eventuell dann auch mal ausprobieren lassen, ob er nicht selber drauf kommen kann, wie die Bewegung aussehen soll, damit es Lecker gibt. Positiver Abbruch ("ui ui, dumm gelaufen") mit fröhlicher Stimme, erhält die Stimmung und der Hund traut sich, nachzudenken, was genau Du willst, damit er ans Lecker kommt. Das Timing muss nur stimmen, und der Abbruch schnell erfolgen, sobald die Bewegung falsch wird, damit der Hund auch verstehen kann, was falsch war.

    Ich habe jetzt leider keine Zeit, den Film anzusehen. Ich will mich nicht in Dein Training einmischen, natuerlich, aber kann mir die Frage nicht verkneifen, warum Du eine schiefe GS mit einbauen willst? Jedes Mal, wo Du sie akzeptierst oder gar belohnst erklärst Du Deinem Hund, dass es das ist, was sich lohnt. Ich finde das nicht nur ineffektiv, ich finde es im Grunde auch unfair, denn Du machst es in meinen Augen Ronja nur schwerer. Du kannst Dich natuerlich auch dafuer entscheiden, dass es Dir egal ist, und es so bleiben darf, das fände ich konsequent und auch unproblematisch. Wir alle entscheiden selber, was wir fuer Zielbilder haben, ich habe z.B. bei meinem Rueden ganz andere Zielbilder als bei Edda, der kleinen Streberin. ;) Aber wenn ich etwas noch besser haben will, wuerde ich es nie im Leben bestätigen oder akzeptieren. Man kann auch Ketten oder Uebungen kreativ zusammenbauen, und die GS dadurch auslassen. Wann meinst Du denn, dass Du sie unbedingt brauchen wuerdest?


    Und wieso willst Du sie scheinbar doch gerade haben, wenn es Dich so langweilt, sie zu ueben? Vielleicht wäre es ja eine Alternative, sich damit zufrieden zu geben?

    Der springende Punkt ist wirklich, DASS und WIE (!) man das Target ausschleicht. Also dass es beim Loslaufen nicht zu sehen ist, aber beim Hereinkommen in die Box schon, und dann dass man es so ausschleicht, dass der Hund die ganze Zeit das klare Zielbildung mitnimmt, wo er hinsoll. Ich lese hier häufig, dass Hunde die Kegel anlaufen - meine Hunde, v.a. Bilbo, haben auch so ihre Probleme mit der Box, aber die Kegel haben sie noch nie als Anlaufstelle genommen, insofern glaube ich, dass man eben wirklich weder zu schnell vorgehen darf, aber ich wuerde das Target auch nicht permanent drinlassen, denn dann hast Du die Gefahr, dass der Hund in der Pruefung verunsichert ist, weil es nicht da ist. Aber so ein Boxaufbau wie oben beschrieben dauert eben länger als 1-2 Wochen, natuerlich auch abhängig davon, wie oft man trainiert, aber einige Monate wuerde ich da schon veranschlagen. Eile beim Aufbau straft sich häufig später ...


    Auch wenn ein Hund vieles sehr schnell lernt, duerfen wir das nicht damit verwechseln, dass er das wirklich durch und durch verstanden hat. Das dauert viel länger, bis er wirklich das Wissen hat, generell und ueberall, wenn Du Box sagst, dass er dann nach den 4 Kegeln suchen soll, die in einem bestimmten Muster zueinander stehen.

    box. die macht sie leider nur so lang gut, wenn sie weiß wo das target ist. wenn ich die box aber umstelle und sie schicken will, klappt es aber noch nicht. sie hat also das target noch nicht mit den kegeln verknüpft.... bekomme ich das nur mit training rein?


    Hier ist es m.E. wichtig, dass wir dass und wie wir das Target ausschleichen. Bei mir sieht das so aus:
    1. Hund sitzt einige Meter vor der Box, ich gehe von ihm weg mit dem Target zur Box, lege sie rein, was der Hund sieht, aber wenn es liegt, sieht der Hund es nicht mehr. Denn sonst rennt er nur zum Target, und lernt nicht, sich an den Kegeln zu orientieren. Wenn er losläuft und am vorderen Boxenband ist, soll er aber das Target leicht sehen können, so dass er nie in den Suchmodus verfällt. D.h. so 15 cm im Durchmesser, und farblich gut erkennbar. Ist das Gras nicht hoch genug, um das Target so zu verdecken, dass es vom Startpunkt nicht zu sehen ist, kann ich einen kleinen Ring aus Gras davor legen - nicht darauf, nur davor. Nicht darauf, weil er das Target ja einfach sehen soll, wenn er näher an die Box kommt.
    2. Nach jedem (!) Schicken in die Box setze ich die Box um. Ich trainiere eigentlich nie mit Band, daher geht das schnell, einfach die 4 Kegel ein paar Meter daneben wieder aufbauen. Hunden fällt es sehr leicht, sich einen Punkt auf dem Rasen zu merken, und mehrfach zum gleichen Punkt rennen bringt den Lernprozess des Box-lernen vermutlich nicht weiter voran. Dann wieder wie unter Punkt 1.
    3. Dabei variiere ich auch den Abstand zur Box, mal schicke ich von 5 m, mal von 10 m, mal von 15 m, dann wieder von 6 m usw.
    4. Wenn der Hund erwartungsvoll und selbstsicher zur Box rennt, und sich dann ans/aufs Target stellt (Belohnung fliegt bei mir ueber seinen Kopf nach hinten, also von mir, weg), fange ich an, das sichtbare Auslegen des Target auszuschleichen. Ich lege das Target in die Box, bevor ich auf den Platz gehe. Hole dann meinen Hund, und setze dann Hund hin wie unter Punkt 1., gehe hinter die Box und mache eine Handbewegung, als wenn ich das Target reinlege, aber in Wirklichkeit liegt es da ja schon, ist also nur die Handbewegung, die der Hund sieht. Gehe zurueck zum Hund und schicke ihn rein. Er wird vermutlich (wenn ich die Punkte oben langsam und systematisch aufgebaut habe) reinlaufen, weil er das Erinnerungsbild des Targets hat - und wenn er näher an die Box kommt, sieht er sein vertrautes Target. Nach wie vor stelle ich die Box immer wieder während einer Einheit um.
    5. Die Handbewegung - wenn das unter Punkt 4. beschriebene gut klappt - mache ich dann immer angedeuteter, und wenn der Hund jedes Mal erwartungsvoll und selbstsicher zur Box läuft, probiere ich aus, ob er auch in die Box läuft, wenn ich das Target vorher reinlege, dann mit Hund auf den Platz gehe, ihn vor die Box setze und direkt reinschicke. Da viele viele Wiederholungen gemäss den Punkten oben stattgefunden haben, wird der Hund loslaufen und in die Box - und sobald er ungefähr zum vorderen Boxenrand kommt sieht er ja auch sein Target wieder. Klappt das, brauche ich das Target hineinlegen nicht mehr andeuten, der Hund braucht das Target noch als Hilfe, wenn er zur Box kommt, aber hat fast von Anfang an gelernt, ohne ein sichtbares Target loszulaufen. Der Hund ist jetzt soweit, dass er weiss, dass zwischen den 4 Kegeln sein Target liegt.
    6. Jetzt fange ich an, das Target abzubauen. Ich lege einfach mal kein Target rein, sondern schicke den Hund so in die Box, und wenn er reinkommt, rufe ich STEH. (Das Steh-kommando habe ich natuerlich separat geuebt, so dass er weiss, was STEH bedeutet). Der Hund ist vermutlich etwas erstaunt, weil das gewohnte Muster - er findet ein Target in der Box, worauf er sich stellt - nicht da ist, aber er hat ja eine neue Aufgabe ("STEH") bekommen, und dann fliegt unmittelbar nach dem Steh-kommando auch schon die Bestätigung. Damit er nun nicht unsicher wird, lege ich beim nächsten Versuch wieder das Target rein - aber natuerlich ohne dass er das sieht. Hole ihn dann dazu, und schicke ihn in die Box - und voilà - er findet wieder sein Target. Jetzt lege ich etwa 2 von 3 Malen sein Target rein, und 1 von 3 Malen schicke ich ohne Target. Immer (und nur) wenn kein Target liegt, kommt ein STEH-kommando. Läuft er gleichmässig schnell und mit gutem Selbstvertrauen in die Box, kann ich anfangen, 2 von 3 Malen kein Target zu haben, und 1 von 3 Malen doch noch das Target. Bis ich soweit bin, dass der Hund versteht, dass er die 4 Kegel anlaufen soll, und dass er dann ein Steh-kommando bekommt, und dort steht, bis ein Freikommando und seine Belohnung kommt.


    Vielleicht wolltest Du gar nicht so genau wissen, wie ich es mache? :/ Sorry .... ^^

    Ich sag auch Glückwunsch, dass Du Dich "traust", nicht zu starten. Das ist auch sehr respektvoll gegenüber den anderen Teams, denn ein Hund, der sich aus der Ablage erhebt und zu einem anderen geht kann es für den anderen Hund verderben. Insofern grossen Respekt für Deine Entscheidung!

    Dieses WE waren wir sowohl gestern als auch heute pruefungsmässig unterwegs. :D Gestern haben wir uns mit Blitz und Identifizieren etwas schwer getan, und es blieben 269,5 Punkte ueber. Das Gefuehl während des Programmes war aber prima, und ich war total zufrieden. Heute hat sie komischerweise sowohl bei der Box als auch beim Richtungsapport auf dem Weg zum Kegel gestoppt und mich fragend angeguckt - ich weiss nicht genau, warum. ?( Wir trainieren da gerade dran rum, da muss es irgendwie mit zusammenhängen, dass sie unsicher war. Und beim Abrufen hat sie sich zweimal hingelegt, ein Zuschauer meinte, es hätte fast ausgesehen, als wenn sie sich beim Bremsen so ins Zeug gelegt hat, mit Gewicht nach hinten, dass sie ins Platz "fiel". Keine Ahnung - ist jedenfalls noch nie vorher passiert, insofern war ich etwas ueberrascht - sie auch - man sah ihr an, fand ich, dass ihr dann klar war, dass das falsch war.


    Aber die Freifolge war superschön (und leise!), und insgesamt ist der Trend vielversprechend - 276 Punkte. Schön war, dass sie auch an Tag zwei mit Elan und Begeisterung dabei war.


    Von heute gibt's auch einen Film.


    Ich versuch's mal, und lerne dann gerne, wie das eigentlich auf deutsch genannt wird. Gemeint ist, dass der Hund aktiv eine Bestätigung, Lecker oder auch Spieli, nicht wählt, und an Stelle dessen mit Konzentration die geforderte Aufgabe ausführt, hier geht es viel um eher ruhige Elemente.


    Ich baue das auf, indem ich dem Hund auf offener Handfläche ein Lecker zeige. Ohne Worte. Sobald er es nehmen will, geht meine Hand zu. Ohne Worte! Hier geht es nicht darum, etwas zu verbieten. Dann geht meine Hand wieder auf, und das Spiel (Hand auf - Hand zu) geht weiter, bis der Hund sich nicht mehr auf das Lecker zubewegt, dann gebe ich ein Freisignal und er darf es nehmen.


    Das kann ich dann als eine Hilfe einsetzen. Z.B. bei der Platzablage ein Lecker 5 cm vor die Hundeschnauze legen, der Hund konzentriert sich auf die Aufgabe - das führt ja zur Bestätigung - und lernt darüber nochmal, ruhig liegen zu bleiben.


    Oder ich führe ein Lecker in meiner linken Hand während der Kehrtwende rechtsherum (Fussarbeit) und der Hund konzentriert sich extra, dem Lecker "auszuweichen" und in Position zu bleiben, was ihn schön nah am Bein mitfolgen lässt. Sonst geht er vielleicht einen etwas zu weiten Bogen in der Rechtskehre. So bekomme ich etwas, was ich belohnen kann, und habe damit nochmal besser die Aufgabe "erklären" können.


    Silke kann das vielleicht noch besser erklären.